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Aktuelles

Vortragsveranstaltung beim 19. Bauerntag

Mehr als 200 Schweinehalter und Gäste aus vor- und nachgelagerten Bereichen trafen sich zur gemeinsamen Vortragsveranstaltung der VzF Gmbh und Nieke (Landesiniative Ernährungswirtschaft) am 19. Bauerntag.
Die Vorträge befassten sich vor allem mit den immensen Herausforderungen in der heutigen Schweinehaltung und diskutierten Lösungsansätze um die Betriebe zukunftsfähig zu machen.
Nach der Begrüßung durch Eckhard Koch (Vorsitzender des Aufsichtsrates) beschrieb Heiko Plate die Baustellen und Zielkonflikte, von denen die Landwirte betroffen sind. Diese gehen vom Kupierverbot über Kastenstand bis zu Stalleinbrüchen. Er stellte auch vor, wo und wie die VzF GmbH versucht, die zukünftigen Wege mit zu gestalten.Saal
Die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast beschäftigte sich mit politischen Lösungsansätzen für die Herausforderungen der niedersächsischen Schweineproduktion.
Sie mahnte an, daß auch die letzte Agrarministerkonferenz keine Klarheit und Rechtssicherheit besonders für die Ferkelerzeuger gebracht hätte. Dies sei aber dringend notwendig, um Hofnachfolgern einen Weg in die Zukunft zu ermöglichen. Auch bezüglich der Kastration sah sie keine nahe Lösung. „Ich sehe, dass es eine Fristverlängerung geben muss. Das wird seit letzter Woche diskutiert.“ Sie sehe aber die lokale Betäubung als gangbaren Weg an.
Zum Thema Kastenstände sei auf Bundesebene eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Es kristallisiere sich dabei für Sauen eine maximale Dauer der Fixierung im Kastenstand von acht Tagen heraus.
Dr. Stephan Welp (VzF GmbH) berichtete über die Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette und das logische Aufnehmen, Zusammenführen und Auswerten von Informationen im Gesamtprozeß.
Die strategische Erfassung und Aufbereitung von Daten könnten zur Optimierung und Transparenz von Produktionsprozessen dienen. Im Tool „vzf:professional“ seien betriebliche Daten aus den verschiedensten Bereichen zusammengefügt und zur Nutzung aufbereitet worden. Wichtig sei dabei, daß der Landwirt weiter Herr über seine Daten bleibe und nicht die Schlachtstelle oder der Lebensmittelhandel.plate
Die Datensicherheit als Thema griff auch Prof. Dr. Ewald Wesseling (Strategien im digitalen Umbruch) in seinem Vortrag „Digitalisierung in der Landwirtschaft erfolgreich gestalten“ auf. Er zeigte die Möglichkeiten auf, die die digitale Welt heute schon habe und weiter entwickele. Er führte aus, daß die Landwirtschaft schon sehr weit sei, aber noch mehr Möglichkeiten nutzen solle. Die Datenhoheit sei dabei zwar wichtig, er forderte aber auf, mit verantwortungsvollen Partnern zusammenzuarbeiten, um die Nutzung der Daten zu optimieren.

Am 8. Mai luden die BHZP GmbH & VzF Süd GmbH zum Hofabend bei Familie Zehetmaier in Sankt Wolfgang ein. Nach einem zünftigen bayerischen Abendessen stellte Betriebsleiter Anton Zehetmaier den Familienbetrieb vor und bewies dabei, dass es mit dem richtigen Management sehr wohl möglich ist, neben 140 db. Viktoria Sauen noch 70 Milchkühe erfolgreich zu halten.
Besamungsprofi Bernhard Rupp vom BVN zeigte aktuelle Problemfelder beim Fruchtbarkeitsmanagement von Sauen auf und gab praktische Tipps zur Besamung.

Wir bedanken uns für die zahlreichen Anmeldungen und ein herzliches Vergelt´s Gott an Familie Zehetmaier für den gemütlichen Abend.

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Bei den – mittlerweile schon traditionellen – jährlichen Spargelessen in Kupferzell und Kürnach berichtete zuerst Daniel Stegen, was den VzF derzeit bewegt.

Weiter ging es mit praktischen Tipps zum Besamungsmanagement inklusive der hormonellen Abläufe in der Sau von Bernhard Rupp vom BVN und die anschließende Vorstellung des „Schweins für 2020“ durch Frau Dr. Barbara Voß aus der Zuchtabteilung lud zu reger Diskussion ein.Wir bedanken uns für die zahlreichen Anmeldungen und freuen uns, dass Sie da waren.

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Nach dem Start in die zweite Programmphase Anfang 2018 beginnt bei der Initiative Tierwohl (ITW) eine weitere zusätzliche Registrierungsphase für Schweinehalter. Wie die ITW kürzlich mitteilte, können sich Betriebe, die Sauenhaltung, Ferkelaufzucht oder Mast betreiben, bis zum 6. Juli 2018 über die VzF GmbH als Ihren Bündler registrieren lassen. Zur Anmeldung sind auch Betriebe zugelassen, die sich in der Vergangenheit abgemeldet haben oder ausgeschieden sind. Jeder Betriebsleiter kann dabei seinen Starttermin für die Teilnahme an der Initiative Tierwohl zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 28. Februar 2019 frei wählen.
Zu diesem Termin müssen alle Grundanforderungen und Wahlkriterien erfüllt sein. Nach Angaben der Initiative entscheiden weder der von den Tierhaltern gewählte Starttermin noch der Zeitpunkt der Registrierung über die Reihenfolge der Aufnahme in die ITW. Sollten sich mehr Betriebe anmelden als das Budget hergebe, werde nach dem Zufallsprinzip entschieden. Die Bestätigung über die Zulassung zur Teilnahme an der ITW sollen die Betriebsleiter im August erhalten. Danach können sie die Teilnahme bis zum gewählten Umsetzungsstart vorbereiten. Die Laufzeit für die Teilnahme endet spätestens mit dem 30. Juni 2021.


Die Anmeldeunterlagen finden Sie im Downloadbereich. Bitte schicken Sie die Originaldokumente an die folgende Adresse:
VzF GmbH, Veerßer Str. 65, 29525 Uelzen.


Für weitere Fragen wenden Sie sich an die Spezialisten Hans-Jürgen Ohlhoff und Jan-Dieter Aschenbeck.
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Quelle: Bauernblatt für Schleswig-Holstein und Hamburg
Der Saal im Niedersachsenhof war voll. Viele Mitglieder und Besucher nahmen die Einladung zur Teamversammlung West war.

Der Begrüßung durch Eckhard Koch, folgten die Ergebnisse des Spitzenjahres 2016/2017 und Berichte der Geschäftsführung über das umfassende Tätigkeitsfeld des VzF.

Fachvorträge wurden über die afrikanische Schweinepest (Dr. Inis Graue, Veterinäramt Verden), Ertragsschadenversicherung (Uwe Trillman, VzF GmbH), N/P-reduzierte Fütterung (Dr. Friederike von und zur Mühlen, VzF GmbH) und das Nottöten von Schweinen (Dr. med. vet. Hendrik Nienhoff, SGD LWK Niedersachsen) gehalten.

Johannes Borchers wurde für seine langjährige Mitarbeit (25 Jahre) im VzF geehrt. Wahlen standen in diesem Jahr nicht an.

Wir danken für die rege Teilnahme!

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Kalt war es auf dem Hof Adiek bei der Familie Benecke....
Zu Besuch waren die Erdkunde-Leistungskurse der KGS Sittensen, die sich mit der Landwirtschaft in Deutschland beschäftigten und sich über die Praxis informieren wollten.
Auf drei Stationen wurden die verschiedenen Betriebszweige vorgestellt.
In drei Gruppen wurden abwechselnd die Biogasanlage, der Kartoffel- und Getreideanbau und die Schweinehaltung unter die Lupe genommen. Anlegen der Schutzbekleidung und probieren der Futtermittel gehörten ebenfalls dazu.
Trotz der Witterung fanden Schüler und Lehrer die Informationen über den Betrieb und die vielen Diskussionen beeindruckend.

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Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet wieder Ihre Winterseminare "Weiterbildung Schwein" im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum in Echem an. Das vielfältige Angebot finden Sie im angefügten Flyer.







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Am 7. Dezember verstarb Landwirtschaftsdirektor i. R. Dr. Gottfried Seefeldt. Dr. Seefeldt war der erste Hauptgeschäftsführer des VzF von der Gründung
am 1. Juli 1962 bis 1968. Nach seinem Referendariat war Dr. Seefeldt in verschiedenen Funktionen im Tierzuchtamt Uelzen tätig. Er begann am 1. Dezember 1956 als Futterspezialberater in Uelzen und war 1957 an dem Aufbau des "Schweinekontrollringes für den Regierungsbezirk Lüneburg" maßgeblich beteiligt. Dies war die erste Gründung einer solchen Organisation in Niedersachsen und die Keimzelle des VzF. Nach seinem Auscheiden als Hauptgeschäftsführer wurde er 1969 Leiter des Tierzuchtamtes. Auch nach seiner Pensionierung 1991 blieb Dr. Seefeldt dem VzF eng verbunden und nahm regen Anteil an dessen Entwicklung.
Wir bleiben ihm dankbar verbunden und trauern mit seiner Familie. 















 

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft und für diese tödlich ist. Für den Menschen stellt sie keine Gefahr dar. In Deutschland ist ASP bisher noch nie aufgetreten. Eine Einschleppung der ASP nach Deutschland würde neben den Auswirkungen für die Tiere auch schwere wirtschaftliche Folgen mit sich bringen. Kritisch wäre eine Einschleppung in die Wildschweinepopulation, da hier die Möglichkeiten einer Seuchenbekämpfung begrenzt sind.



Können sich Menschen mit dem Virus anstecken?

Nein. Das Virus der ASP befällt nur Schweine (Wild- und Hausschweine).


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Wie ist ASP bei erkrankten Tieren (Wild- und Hausschweine) zu erkennen?

Die klinischen Erscheinungen sind sehr variabel! Bei Hausschweinen und bei europäischem Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft ("Liegenbleiben in der Suhle") oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres innerhalb von sieben bis zehn Tagen.

Beim Aufbrechen der Stücke sollte auf vergrößerte, "blutige" Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt allerdings nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt.

Beim Vorliegen solcher unspezifischen Symptome sollte das zuständige Veterinäramt des Kreises oder der kreisfreien Stadt informiert werden.

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Wie wird ASP verbreitet?

Das Virus kann direkt von Schwein zu Schwein über Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut, oder indirekt über vom Schwein stammende Lebensmittel oder kontaminierte Gegenstände, die mit dem ASP-Virus kontaminiert sind, übertragen und damit weiterverbreitet werden.

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Wer ist in Deutschland für vorbeugende Maßnahmen und im Falle eines Ausbruchs für die Bekämpfung der afrikanischen Schweinepest zuständig?

Erster Ansprechpartner ist jeweils das Veterinäramt des Kreises oder der kreisfreien Stadt.

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Was passiert, wenn die ASP in Deutschland festgestellt wird?

Den rechtlichen Rahmen der Bekämpfung gibt die Verordnung zum Schutz gegen die Schweinepest und die Afrikanische Schweinepest (Schweinepest-Verordnung) vor. Beim Ausbruch in Hausschweinebeständen müssten alle Schweine der betroffenen Bestände getötet und unschädlich beseitigt werden. Es würden großflächige Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete eingerichtet, in denen das Verbringen von Tieren und deren Erzeugnissen in und aus den Betrieben untersagt ist. Sowohl Schweinebestände als auch Wildschweine in diesen Zonen würden intensiv untersucht werden. Darüber hinaus würden umfangreiche Untersuchungen zur Einschleppung des Erregers durchgeführt werden.

Wird ASP beim Schwarzwild festgestellt, wird ein sogenannter gefährdeter Bezirk festgelegt. Das Verbringen von Hausschweinen in dieses und aus diesem Gebiet ist dann grundsätzlich verboten. Beim Schwarzwild wird bei Bedarf eine verstärkte Bejagung, in jedem Fall aber eine Untersuchung erlegter und verendet aufgefundener Wildschweinen angeordnet. Darüber hinaus greifen weitere seuchenhygienische Maßnahmen (zum Beispiel zentrale Sammlung des Aufbruchs; bei Bedarf auch zentraler Aufbruch erlegter Wildschweine).

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Welche vorbeugenden Maßnahmen können gegen die Verbreitung des ASP-Virus ergriffen werden?

ASP ist unheilbar, ein Impfstoff steht gegen diese Tierseuche nicht zur Verfügung. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und Populationsregulation zur Vorbeugung und Bekämpfung eingesetzt werden.

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Was können Landwirte tun, um ihre Bestände vor einer Ansteckung zu schützen?

Landwirte sollten die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie die Bestimmungen der Schweinehaltungs-Hygieneverordnung beachten. Beim Auftreten akuter Krankheitsanzeichen, die nicht klar einer anderen Erkrankung zugeordnet werden können und insbesondere auf Antibiotikagabe nicht ansprechen, sind geeignete Proben zur Abklärung einer möglichen ASP-Infektion an die jeweils zuständige Untersuchungseinrichtung der Länder zu senden. Hoftierärzte, aber auch Landwirte werden nachdrücklich gebeten, verstärkt Proben (hier insbesondere Blutproben, aber auch darüber hinaus gehendes Probenmaterial) zur diagnostischen Abklärung von fieberhaften Allgemeininfektionen, Aborten oder vermehrte Todesfälle in schweinehaltenden Betrieben einzusenden. Die Mitarbeit der Schweinehalter ist entscheidend für ein funktionierendes Frühwarnsystem.

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Welchen Beitrag können Jäger gegen die Ausbreitung der Krankheit leisten?

Jäger sollten auf vermehrt auftretendes Fallwild achten und bei Bedarf Proben an die zuständige veterinärmedizinische Untersuchungseinrichtung einschicken. Optimal sind Schweiß- und Milzproben, notfalls Proben von anderen Organen oder ein Knochen. Sogar in Verwesung befindliche Stücke können noch untersucht werden. Die Entnahme von Proben über Tupfer in verschließbarem Plastikröhrchen ist eine geeignete Möglichkeit (anzufordern bei der zuständigen Veterinärbehörde). Besonders vorsichtig sollte mit Gegenständen umgegangen werden, die Schweißkontakt hatten. Dazu gehören auch Stiefel, Lappen, Wildwannen, Messer und Kleidungsstücke. Insbesondere die baltischen Staaten sind jagdtouristisch attraktive Reiseländer. Jagdtrophäen und Schwarzwildprodukte stellen im Ereignisfall ein erhebliches Risiko dar. Gleiches gilt für die verwendeten Kleidungsstücke und Gegenstände. Daher sind alle Jäger aufgerufen, bei Teilnahme an Jagden in den betroffenen Gebieten besonderen Wert auf hygienische Maßnahmen zu legen. Das Mitführen unverarbeiteter Trophäen sowie von Fleisch aus diesen Regionen ist verboten.

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Warum kann das Mitbringen von Fleischprodukten aus anderen Ländern zu einer Ausbreitung der Tierseuche führen?

Das Virus der Afrikanischen Schweinepest ist außerordentlich widerstandsfähig. Nicht nur frisches, sondern auch gefrorenes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren können für Haus- und Wildschweine über lange Zeit infektiös sein. Um ein Einschleppen von Tierseuchen (also nicht nur ASP) zu vermeiden, ist das Mitbringen von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Milch aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) untersagt. In jedem Fall sollten Reisende dafür sorgen, dass Essenreste nur in fest verschlossenen Müllbehältern entsorgt werden.

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Was müssen Transportunternehmen beachten, wenn sie aus von ASP betroffenen Ländern kommen?

Da das Virus der Afrikanischen Schweinepest sehr widerstandsfähig ist, stellt die potenzielle Einschleppung über Transportfahrzeuge, die aus von ASP betroffenen Gebieten zurückkehren, ein Risiko dar. Solche Transporter, die aus Russland, Weißrussland oder der Ukraine in das Gebiet der Europäischen Union zurückkehren und die nach EU-Recht vorgeschriebene Reinigung und Desinfektion des Fahrzeuges nicht nachweisen können, müssen dies spätestens an der EU-Außengrenze nachholen. Auch Fahrzeuge, die landwirtschaftliche Betriebe in Mitgliedstaaten, angefahren haben, sind danach unbedingt zu reinigen und zu desinfizieren.

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Gibt es einen Impfstoff?

Nein, derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest.

Quelle: BMEL
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den betroffenen Regionen in Osteuropa durch die Wildschweinbestände immer weiter aus. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Ab morgen beginnt die Krisenübung zur Afrikanischen Schweinepest  (ASP) unter der Leitung des Bundesagrarministeriums, da die Seuche vor allem durch Wildschweine jederzeit nach Deutschland überspringen könnte. Daher bereiten sich die Landkreise auf den Ernstfall vor.

Im Kreis Minden-Lübbecke wurden Schweinehalter kürzlich ermahnt, ihre Tiere sorgfältig zu beobachten und dem Veterinäramt Auffälligkeiten wie Fieber oder Apathie sofort zu melden. Kreisssprecherin Sabine Ohnesorge sagte außerdem: "Der Tierhalter ist verpflichtet, bei unklaren Erkrankungen seiner Schweine möglichst frühzeitig seinen Haustierarzt einzuschalten. Dieser kann Blutproben zum Ausschluss von Tierseuchen, wie z.B. der Afrikanischen Schweinepest nehmen - hierfür gibt es ein Frühwarnsystem. Wenn nötig, sind kranke Schweine von gesunden zu separieren. Das schuldhafte Verschleppen von Tierseuchen kann eine Ordnungswidrigkeit nach den Vorschriften des Tiergesundheitsgesetzes darstellen".
Trete ein Verdachtsfall ein, entnähmen die Tierärzte den Schweinen Blutproben oder ließen frisch verendete Tiere untersuchen. "Sollte ein Ausbruch der Erkrankung festgestellt werden, werden sowohl für den betroffenen Betrieb als auch für sog. gefährdete Zonen Sperrbezirk und Beobachtungsgebiete angeordnet."

Für den Betrieb, auf dem die Seuche festgestellt wurde, gebe es eine Bestandssperre: Alle betroffenen Schweine müssten getötet und der Stall gereinigt und desinfiziert werden, erklärte die Kreissprecherin. Im Sperrbezirk, mindestens 3 km Radius, werden alle weiteren Betriebe auf Anzeichen der Schweinepest untersucht.

Außerdem gelten für mindestens 40 Tage Verbringungsverbote: "Alle Tiere müssen in dieser Zeit dort bleiben, wo sie sind und es dürfen keine neuen Schweine in die Ställe eingestallt werden. Auch nach Ablauf dieser 40 Tage ist ein Verbringen nur in Ausnahmefällen möglich".

Für das Beobachtungsgebiet (Radius 10 km) seien ebenfalls Verhaltungsverbote für mindestens 30 Tage vorgesehen. In beiden Gebieten würden zudem auffällige Schweine per Blutprobe untersucht. Werde die Schweinepest bei einem Wildschwein festgestellt, würden diese Tiere intensiv bejagt, sagt Frau Ohnesorge.

Bei Seuchenausbruch befürchten die Landwirte schwere finanzielle Schäden. "Entschädigungen durch die Tierseuchenkasse werden i. d. R. nur für das Seuchengehöft geleistet. Sie betreffen lediglich die getöteten Schweine sowie die damit im Zusammenhang stehenden Kosten", erläutert Frau Ohnesorge. "Entschädigungen werden allerdings nur dann in vollem Umfang gezahlt, wenn der betroffene Tierhalter nicht gegen einschlägige tierseuchenrechtliche Vorschriften verstoßen und seine Tierseuchenkassenbeiträge in vollem Umfang geleistet hat."

Die übrigen Schweinebauern, deren Höfe z.B. im Sperrbezirk lägen und wirtschaftliche Einbußen durch Einschränken des Verbringens hätten, würden nicht entschädigt werden. D.h., dass die Schweine schlachtreif wären, den Hof aber nicht verlassen dürfen. Die Tiere müssten weiterhin auf Kosten des Landwirtes gefüttert werden, während ihr Marktwert wegen unerwünschter Übergewichte täglich sinkt". Landwirte können sich allerdings gegen einen solchen Fall privat versichern", sagt Ohnesorge.

Mindestens 45 Tage müsse ein Sperrbezirk frei von Schweinepest-Fällen sein, damit die Landwirte wieder Schweine transportieren bzw. vermarkten dürften.

Ein weiterer Grund weshalb die ASP so gefährlich bleibt, ist, weil es bislang keinen Impfstoff gibt und die angestiegenen Wildschweinbestände die Seuche weiterverbreiten. "Ich bin davon überzeugt, dass ein Ausbruch der Seuche Betriebe und Arbeitsplätze gefährden - und das nicht nur in der Landwirtschaft", befürchtet Joachim Schmedt.

Der Dielinger ist Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Gemeindeverbandes Stemwede. "Es wird Jahre dauern, bis sich die Situation wieder stabilisiert hat. Wir werden massivste wirtschaftliche Einbrüche auf allen Ebenen der Produktion erfahren. Wahrscheinlich in einem Umfang, den sich viele zurzeit nicht vorstellen können".

Es besteht für die Schweinevermarktung ein Zeitfenster von max. einer Woche. "Wo sollen die Ferkel und Schweine bleiben? Die Ställe werden überquellen. Das hat mit Tierschutz nichts mehr gemein", so Schmedt.

Und sei eine betroffene Region dann schweinefrei, würden vor- und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche dies mit aller Härte zu spüren bekommen. "Landhändler und Futtermittelhersteller verkaufen kein Futter, Spediteure brauchen es nicht zu transportieren. Wird kein Futter verkauft, braucht auch kein Getreide eingekauft werden", sagt Schmedt und fragt, ob es nicht an der Zeit wäre, Impfstoffe zu entwickeln.

(Text: top agrar online)
Am vergangenen Mittwoch besuchte eine 11. Klasse den Betrieb von Gesine und Karl Harleß in Linden. In einem Stallrundgang mit anschließender Diskussionsrunde wurden Fragen zur Schweinehaltung bzw. Schweinefleischproduktion von der Familie Harleß und VzF-Berater Dieter Staack beantwortet.

Der 2008/09 gebaute Stall mit 1250 Mastplätzen ist mit rund 800 Mastschweinen belegt. Der Betrieb nimmt an mehreren Projekten teil, u.a. am Tierschutzlabel und der Initiative Tierwohl. Außerdem engagiert sich die Familie im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2010 kommen mehrmals im Jahr Schulklassen zu Besuch um sich über die moderne Tierhaltung aufklären zu lassen. Dieses Projekt wird vom Bauernverband Nordostniedersachsen (BVNON) organisiert.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Seite des Bauernverbandes: http://www.bvnon.de/landwirtschaft_entdecken_und_entwickeln… oder sprechen Sie unseren Berater Dieter Staack an.


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Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) verfolgt mit größter Sorge die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Osten Europas. Der BRS hat daher am 9. Oktober 2017 in Bonn eine Tagung zum Thema ASP organisiert, an der Vertreter aus Gesetzgebung, Wissenschaft und Wirtschaft als Referenten beteiligt waren. Als Konsequenz des Workshops wurde ein Positionspapier zum Thema verfasst, dass an den Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt gesendet wurde.



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Bitte denken Sie an Ihre Nullmeldung bzw. Tierbehandlungsbelege für das dritte Kalenderquartal 2017 in der QS-Antibiotiakdatenbank (VetProof). Die Nullmeldung können Sie selbst vornehmen. Die Zugangsdaten haben wir Ihnen im Februar mit Ihren QS-Infobriefen zugeschickt. Sie können auch Ihren Tierarzt beauftragen.
Die Meldung ist umgehend in die Datenbank einzutragen, da ansonsten kein Therapie-Index (TI) berechnet werden kann. Wird kein TI berechnet, erfolgt eine QS-Liefersperre.

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich an uns: Marlien Friedrich oder Johanna Krumpt.
Die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland ist durch deren Ausbreitung in Osteuropa erheblich gestiegen.
Nahezu wöchentlich kommt es dort zu neuen Ausbrüchen. Diese nähern sich immer mehr der Deutschen Grenze. Bei einem Ausbruch in Deutschland, auch bei Wildschweinen, wird es erhebliche Handelsrestriktionen geben. Betriebe, die bisher nicht versichert sind, empfehlen wir dringend eine Ertragsausfallversicherung. Die versicherten Betriebe sollten ihre Versicherung überprüfen und bei Bedarf aktualisieren.

Sprechen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne weiter. Ihr Ansprechpartner ist: Uwe Trillmann.

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In der Tierhaltung gibt es viele Ansätze zur Bewertung des Tierwohls. Dabei haben bislang alle Stufen der Wertschöpfungskette jeweils isoliert für ihren Bereich gearbeitet.

Der Ansatz von MulTiViS beinhaltet eine stufenübergreifende Bewertung des Tierwohls. Diese berücksichtigt nicht nur wie üblich die Schlacht- und Befunddaten, sondern auch die biologischen und wirtschaftlichen Leistungsdaten aus der VzF-Betriebszweiganalyse und die antibiotische Therapiehäufigkeit sowie die aktive Erfassung von Tierwohl-Indikatoren am lebenden Tier im Betrieb.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf: www.multivis-verbund.de
Die beiden Veranstaltungen in Garrel und Verden wurden von insgesamt 350 Personen besucht. Es wurden 13 Vorträge von neun Referentinnen und Referenten gehalten. Die wichtigen Problemfelder spiegeln sich in 13 Referaten mit neun Vortragenden wider.

Zusammenfassung:

1. Anhand wissenschaftlicher und praxisorientierter Projekte haben die BHZP GmbH und die VzF GmbH deutlich gemacht, dass Forschung und Entwicklung der einzig gangbare Weg ist, Lösungsansätze für die Weiterentwicklung der Schweineproduktion zu erarbeiten. Die Branche ist nicht nur bereit, gesellschaftliche und politische Forderungen zu diskutieren, sondern hat sich längst auf den Weg eines Veränderungsprozesses begeben.

2. Für die Entwicklung praktikabler Lösungen brauchen wir Zeit. Das ist mit hohen Kosten verbunden, was die Wirtschafts- und Beratungsorganisationen nicht leisten können. Über viele Jahrzehnte hatten die Schweinehalter den gesellschaftlichen Auftrag, den Verbrauchern Produkte hoher Qualität und Güte zu günstigen Preisen anzubieten. Dieser milliardenschwere Beitrag war ein wesentlicher Baustein der deutschen Wohlstandsentwicklung. Der gesellschaftliche und politische Ruf nach tiefgreifenden Umstrukturierungen ist demzufoge zwangsläufig massiv mit Fördermitteln zu unterstützen.

3. Der zunehmende Datenfluss in der Schweineproduktion muss strukturiert und organisiert werden. Neben erforderlicher Dokumentation gilt es im Beratungsbereich, nicht nur an den großen "Stellschrauben" zu drehen, sondern die kleinen zu erkennen und sensibel zu verändern. Dazu sind übergreifende Datenbanken notwendig, um die unterschiedlichen betrieblichen Daten zusammenzuführen, diese zu analysieren und darauf aufbauend spezielle Beratung in Gang zu setzen. Dazu wiederum sind Spezialisten mit Know how erforderlich. Der VzF bietet mit dem vzf:professional zum einen solche Datenplattformen und zum anderen auch die dazu notwendigen Fachspezialisten aus dem Genetik-, Fütterungs-, Gesundheits-, Umwelt-, Haltungs- und Vermarktungsbereich.

4. Das Selbstbestimmungsrecht der Landwirte nimmt drastisch ab. Der TI und die derzeitige Entwicklung bei den Tierwohlindikatoren und deren Definition sind hierfür deutliche Beispiele.

5. Die Ausführungen zum Thema Schwanzbeißen lassen erkennen, dass die Ursachenermittlung von verschiedenen Seiten angegangen werden muss. Es gibt sehr wohl erfolgreiche Beratungsansätze, aber auch mögliche genetische Ursachen, gerade bei den Sauenlinien, die weitergehender zeit- und kostenträchtiger Untersuchungen bedürfen.

6. Die Verhaltensforschung beim Schwein, Erfahrungen zur Gruppenhaltung säugender Sauen, Untersuchungen zur Vitalität und Robustheit bei Ferkeln sowie Gesundheits- und Resistenzfragen lassen für die Zukunft viele interessante Erkenntnisse zu.

7. Der Innovationstag wurde zum ersten Mal durchgeführt und war für alle Beteiligten ein voller Erfolg.


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Am 14. September um 18.30 Uhr findet auf dem Hof der Familie Felber in Stemwede der BHZP-Hofabend statt. Für interessante Vorträge und das leibliche Wohl ist gesorgt.
Es wird um eine schriftliche Anmeldung bis zum 9. September gebeten.

Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen!

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Die Intensität des Ebergeruchs wird vor allem von Stresssituationen in der Endmast und vor der Schlachtung beeinflusst. In einer Studie des flämischen Forschungsinstituts für Landwirtschaft in Kooperation mit der KU Leuven und der Uni Gent, wurden auf 23 Betrieben in zwei Mastdurchgängen dokumentiert, in welchem Zusammenhang und wie oft Ebergeruch am Schlachtband auftrat. Durchschnittlich betrug die Rate 3 bis 5 %.

Besonders Eber mit Hautverletzungen und einer höheren Fettauflage wurden als Stinker identifiziert. Schlachtkörper mit höheren MFA waren dagegen seltener geruchsbelastet. Je kürzer die Wartezeit vor der Schlachtung und je stressiger der Transport zum Schlachthof war, desto häufiger waren die Hälften geruchsbelastet. Außerdem wiesen Eber den geschlechtsspezifischen Geruch häufiger auf, wenn sie in der Endmast in direkter Nähe zu weiblichen Tieren aufgestallt wurden.

Die Wissenschaftler empfehlen daher, Stresssituationen für die Tiere zu reduzieren, um den Anteil geruchsbelasteter Schlachtkörper zu senken. Darauf sollte vor allem in der Endmast, während des Transports und vor der Schlachtung geachtet werden.

(top agrar)
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Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellt die "Richtlinie über die Förderung von Innovationen zum Erhalt und zum Ausbau von Tradition und Vielfalt des Lebensmittelhandwerks in Deutschland" vor.

Es werden innovative Projekte gefördert, die einen Beitrag dazu leisten

- die identitätsstiftende Produkt- und Geschmacksvielfalt in Deutschland zu sichern und zu erhalten,

- die Wahrnehmung und Wertschätzung der handwerklichen Lebensmittelproduktion (vom Landwirt über den Bäcker/Metzger bis in die Gastronomie) zu steigern und

- die Verbindung von Tradition und Innovation in einem zukunftsgerichteten Lebensmittelhandwerk zu stärken.

Regionale Nutztierrassen sind häufig identitätsstiftend und können ein Ausgangspunkt für entsprechende Projekte sein.

Weitere Informationen Informationen finden Sie auf der BLE-Seite unter: http://www.ble.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/170809_TraditionInnovation.html
VzF GmbH · Veerßer Str. 65 · 29525 Uelzen · Tel. (0581) 90 40-0 · Fax (0581) 90 40 251 · info@vzf.de